Vie­le Unter­neh­men oder Ver­wal­tun­gen erlau­ben ihren Mit­ar­bei­ten­den in der Kri­se die Arbeit in den eige­nen vier Wän­den, was vie­ler­orts vor der Kri­se noch unmög­lich schien, ist jetzt das Gebot der Stun­de. Die Arbeit­ge­ber wer­den fle­xi­bler und stel­len den Mit­ar­bei­ten­den die Infra­struk­tur zur Heim­ar­beit zur Ver­fü­gung. Vie­le bemer­ken, dass es gut klappt und auch eine Opti­on für die Zukunft ist, denn Men­schen, die zur Risi­ko­grup­pe gehö­ren, kön­nen auch nach den Locke­run­gen wei­ter ihrer Arbeit von Zuhau­se nach­ge­hen. Poli­ti­sche Par­tei­en for­dern jetzt pas­send zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, ein „Recht auf Home­Of­fice mit kla­ren Regeln“. Doch wie sieht die Situa­ti­on für die Schüler*innen aus? 

 

Schu­le fokus­siert sich wie­der schritt­wei­se auf die Prä­senz der Lehr­kräf­te und Schüler*innen in der Schu­le und hält somit an der Vor­ga­be der phy­si­schen Prä­senz in den Schul­ge­bäu­den fest. Jetzt ist aber die Fra­ge: ist das noch zeit­ge­mäß? Jetzt, da vie­le Schu­len tol­le Kon­zep­te ent­wi­ckeln und man­che bereits Remo­te-Tage auch für die Zeit nach der Kri­se in den Schul­all­tag inte­grie­ren. Aus mei­ner Sicht wird damit die Chan­ce ver­tan, dass Lehr­kräf­te und Schüler*innen gemein­sam über mög­li­che Home­schoo­ling-Pha­sen in der Zukunft nach­den­ken sowie einen guten neu­en Prä­senz­rhyth­mus aus­pro­bie­ren. 

 

Wir müs­sen über die Kri­se hin­aus­den­kend und jetzt ein Recht auf Home­Of­fice bzw. Home­schoo­ling auch für Schüler*innen und die Lehr­kräf­te ver­an­kern. Die jet­zi­gen Kon­zep­te haben das Poten­ti­al für einen Wan­del von Unter­richt und Schu­le. Die Lehr­kräf­te, die zur Risi­ko­grup­pe gehö­ren und auf unbe­stimm­te Zeit kei­ne Klas­sen unter­rich­ten kön­nen, soll­ten Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men zum Leh­ren und Ler­nen auf Distanz erhal­ten. 

 

Wir hel­fen ger­ne bei die­ser Her­aus­for­de­rung! 

 

 

ZUM AUTOR

KOL­JA BRANDT­STEDT
Stv. Team­lei­ter Pace­ma­ker Initia­ti­ve

„Es braucht mehr Mut zu Ver­än­de­rung in Schu­le – lasst uns gemein­sam anpa­cken.

Bei­trags­bild: Annie Spratt auf Unsplash

Autoren­bild Kol­ja: Fabi­an Tode

Kommentare

  1. Hal­lo Herr Brandt­stedt,
    vie­len Dank für Ihren Bei­trag. Wir fin­den es toll, dass sich immer mehr Men­schen, Eltern und Kin­der wie auch Leh­rer und Ange­hö­ri­ge mit dem The­ma „Home­schoo­ling“ beschäf­ti­gen.
    Wir haben als Fami­lie ein Jahr im Aus­land ver­bracht und in die­ser Zeit Frei­ler­nen prak­ti­ziert. Das Ergeb­nis hat uns begeis­tert. Unser Sohn hat so viel gelernt und sich so toll wei­ter­ent­wi­ckelt.
    Zurück in Deutsch­land schränkt uns die Schul­pflicht natür­lich enorm ein.
    Die jet­zi­ge Situa­ti­on zu nut­zen um alter­na­ti­ve Lern­me­tho­den wie das Home­schoo­ling vor­an­zu­trei­ben, erscheint da mehr als Mög­lich­keit denn als Not­wen­dig­keit. Wis­sen Sie denn, ob es bereits eine Peti­ti­on in die­sem Zusam­men­hang gibt? Oder wel­che Schrit­te sehen Sie als nächs­te?
    Mit bes­ten Grü­ßen aus Nie­der­bay­ern
    Peter

  2. Hal­lo und vie­len Dank für Ihren Bei­trag. Unter #home­schoo­ling ver­ste­hen wir der­zeit vor allem Maß­nah­men für Distanz­ler­nen und digi­tal unter­stütz­ten Fern­un­ter­richt, der von Schu­len und Leh­rer­schaft orga­ni­siert wird. Dabei ist es auch uns sehr wich­tig, die Selbst­stän­dig­keit und Eigen­ver­ant­wor­tung der Kin­der und Jugend­li­chen zu unter­stüt­zen und durch asyn­chro­nes Ler­nen und ande­re span­nen­de Kon­zep­te zu för­dern. Wir glau­ben, dass gera­de sehr viel Umden­ken in dem Bereich pas­siert und sind gespannt, ob die­se Zeit genutzt wird, um zeit­ge­mä­ße­re Unter­richts­mo­del­le ein­zu­füh­ren. Mit herz­li­chen Grü­ßen, Kol­ja B.

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