fami­lY stärkt Eltern in ihrer Rol­le als zen­tra­le Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on im digi­tal gepräg­ten 21. Jahr­hun­dert

Düs­sel­dorf, 2. Janu­ar 2020: Obwohl Kin­der heu­te selbst­ver­ständ­lich mit digi­ta­len Medi­en auf­wach­sen, ver­fü­gen 33,2 Pro­zent der Kin­der in Deutsch­land nur über unzu­rei­chen­de Kom­pe­ten­zen, die über das Öff­nen einer E‑Mail und ancli­cken eines Links nicht hin­aus­ge­hen (ICILS 2018). Gleich­zei­tig hängt der Bil­dungs­er­folg noch immer stark von der sozia­len Her­kunft ab (PISA2018). Neben den vie­len Chan­cen, die die Digi­ta­li­sie­rung mit sich bringt, scheint sich momen­tan die­se Abhän­gig­keit durch die Digi­ta­li­sie­rung zu ver­schär­fen (ICILS, PISA). Schu­le schafft es nicht, die her­kunfts­be­ding­ten Effek­te auf den Bil­dungs­er­folg aus­zu­glei­chen. fami­lY stärkt seit 8 Jah­ren an mitt­ler­wei­le 27 Stand­or­ten die Bil­dungs­kom­pe­ten­zen von Eltern und ermu­tigt sie, ihre Rol­le als Lernbegleiter*innen ihrer Kin­der am Über­gang von der Kita in die Grund­schu­le aktiv anzu­neh­men.

 

‚fami­lY digi­tal‘ för­dert digi­ta­le Bil­dungs­kom­pe­ten­zen von Eltern  

„Im digi­tal gepräg­ten Zeit­al­ter ste­hen Eltern vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen: Wie­viel Medi­en­kon­sum ist rich­tig, wel­che Pro­gram­me und Apps sind geeig­net und wel­che Rol­le spie­len Eltern in ihrer Vor­bild­funk­ti­on beim Medi­en­kon­sum ihrer Kin­der? Las­sen sie die Kin­der mit digi­ta­len Mei­den mehr oder weni­ger allein oder unter­stüt­zen sie sie dar­in, digi­ta­le Medi­en inhalts- und alters­ge­recht zu nut­zen“, so Kara Zum­brink, päd­ago­gi­sche Lei­tung von EDU­CA­TI­ON Y. Das fami­lY-Pro­gramm wur­de daher um zwei Eltern­tref­fen ergänzt, die Ele­men­te der digi­ta­len Medi­en­bil­dung the­ma­ti­sie­ren. Die Pilo­tie­rung erfolgt ab 2020 in Koope­ra­ti­on mit den Jugend­äm­tern der Stadt Köln und der Städ­te­Re­gi­on Aachen.

 

Eltern als Vor­bild – im digi­ta­len und ana­lo­gen Fami­li­en­all­tag

fami­lY möch­te Eltern und Fami­li­en dabei unter­stüt­zen, Ori­en­tie­rung für einen kind­ge­rech­ten Umgang mit digi­ta­len Medi­en zu erhal­ten und ver­mit­teln, wie die­ser im All­tag gelebt wer­den kann. Die Eltern reflek­tie­ren das eige­ne Ver­hal­ten, sie wer­den sich ihrer Vor­bild­rol­le bewusst und ent­wi­ckeln eine eige­ne Hal­tung zur digi­ta­len Medi­en­nut­zung ihrer Kin­der.

Neben der Sen­si­bi­li­sie­rung der Eltern als Vor­bil­der wird es auch stu­di­en­ba­sier­te Emp­feh­lun­gen zur alters­ge­rech­ten Medi­en­nut­zung geben. Die Eltern erhal­ten Infor­ma­tio­nen über Apps und kön­nen die­se selbst aus­pro­bie­ren. Sie ler­nen, zwi­schen digi­ta­len Medi­en als Unter­hal­tungs- und als Bil­dungs­me­di­en zu unter­schei­den und kön­nen die­se gezielt für das Ler­nen ein­set­zen.